Road Trip 2016 | Barcelona

Tag 4-6
Rotweinglas-Bestand: +1

Nach beeindruckenden Tagen in Frankreich erreichten wir am Montagabend Barcelona. Erster Halt: IKEA. Wir hatten es tatsächlich geschafft, innerhalb von drei Tagen das erste Weinglas zu zerstören. Und mit nur einem Weinglas kommt man ja bekanntlich nicht weit :) Mit 6 neuen Gläsern im Gepäck, die nun hoffentlich bis zum Ende des Trips halten würden, ging es an die tägliche Schlafplatz-Suche. Bei Dunkelheit, in einer fremden Stadt, ohne mobiles Internet und mit Ansprüchen — gar nicht mal so einfach. Nach endlosen Runden durch die Innenstadt wurden wir in der Nähe des Universitätsgeländes endlich fündig – kostenlos parken bis morgens 7:00 Uhr..läuft. Den Fakt, so früh wieder wegfahren zu müssen, ignorierten wir gekonnt und stürzten uns ins Nachtleben. Fahrräder ab und los gehts.

Nachdem wir bereits 2-3 Bars hinter uns gelassen und die ein oder andere nette Bekanntschaft gemacht hatten, trafen wir auf Cedric. Cedric kommt aus Deutschland, spricht fließend spanisch und kannte sich in der Stadt aus. Jackpot :-) Mit ihm ging es weiter durch die Nacht, weg von den Touris, hin zu den „Einheimischen“. Gegen 2 Uhr morgens machten wir uns auf den Weg zurück zum Bus. Mit mobiler Karte im Gepäck sollte das ja kein Problem sein. Denkste. Akku leer – Bus weg. Dank der freundlichen Hilfe eines Taxifahrers und längerem Suchen fanden wir unser rollendes Zuhause glücklicherweise wieder. Er stand idyllisch zwischen Glaskontainern und anderen Autos an einem kleinen Platz mit Bänken und Bäumen. Dort verbrachten wir zwei weitere Stunden mit einem Zauberkünstler, verschiedenen anderen, nicht ganz nüchternen, Passanten und einer Flasche Rotwein. Schlafen kann man auch später noch. :) Gegen 5 Uhr fielen wir samt Fahrrädern völlig erschöpft ins Bett. (Nachdem wir bei unserer Ankunft beobachtet hatten, wie angeschlossene Fahrräder mit der AkkuFlex entfernt wurden konnten wir unsere unmöglich draußen lassen) Zwei Stunden später klingelte der Wecker. Entsprechend zerknittert war auch die Laune „am nächsten Morgen“.. :D 

Nach der Nacht brauchten wir erstmal eine Pause. Wir folgten der Carretera de Les Aigus nördlich von Barcelona. Auf einem Hügel stellten wir unseren Camper ab und genossen einen Tag Ruhe sowie den Blick auf die Stadt. Schlafen. Essen. Schlafen. Essen und Wein. Nicht ein einiges Foto gemacht.

Noch wollten wir Barca aber nicht hinter uns lassen. Es gab noch mehr zu entdecken. Wir entschieden uns also, einen weiteren Tag in der Stadt zu verbringen und diesen mit einer warmen Dusche zu beginnen. Zunächst erfolglos, durften wir nach zweistündiger Suche endlich bei der Herberge „Residencia Albergue Studio“ gegen selbstgewählte Bezahlung für 3 Stunden ein Zimmer buchen und frisch in den Tag starten.
Unser nächster Stellplatz – eine Tiefgarage für Busse in der Nähe des Strandes – war etwas unkonventionell, aber dank Jules spanischen Verhandlungsgeschicks konnten wir für knapp 20€ den ganzen Tag sicher stehen und hatten gleich noch einen außergewöhnlichen Platz zum Übernachten. Perfekt. Auf unseren Rädern erkundeten wir die Stadt und „surften“ durch den Verkehr der Metropole.
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen und weiter Richtung Süden. 

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