Road Trip 2016 | Embalse de Contreras

Tag 9-10
Rotweinglas-Bestand: +7

Von unserem Plan, bis Malaga die Küste entlang zu fahren, hatten wir uns inzwischen verabschiedet. Über eine Woche war vorbei und der Weg eindeutig zu weit. Aber alles halb so wild, schon vor unserem Roadtrip hatten wir von Valdeluz gelesen — eine verlassene Stadt im Landesinneren, die gebaut, aber niemals wirklich bewohnt wurde. Aus Fotosicht natürlich absoluter Wahnsinn.

350km lagen vor uns. Eine Strecke, die locker in einem Tag machbar gewesen wäre. Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel ;) und auf unserem Weg nach Valdeluz, gab es noch Einiges zu entdecken.
Unterwegs Richtung Madrid erregte kurz nach Valencia eine abgelegene Einfahrt mit dem Schild „Urbanización Ríos del Belengueron“ unsere Aufmerksamkeit. Jule war noch etwas skeptisch aber ich war sofort
im „explorer-mode“.

Die Spanischen Schilder auf denen irgendwas mit Video, Warnung und Gefahren stand waren wirklich schlecht zu verstehen. Ruck Zuck waren wir über den Zaun und erkundeten die Gegend.
Einfach krass! Komplett fertiggebaute Häuser, inkl. Elektrizität und sanitären Anlagen reihten sich aneinander. An den Fronten der Küchenmöbel klebte zum Teil noch die Schutzfolie. Nagelneue Parkbänke und Papierkörbe wurden auf einem fertigen Parkplatz abgestellt, doch niemand hat sie je verbaut. Selbst Straßenbeschilderung, -beleuchtung und -markierungen waren bereits vorhanden. Alles war bereit für die Bewohner. Doch Sie kamen nie. Warum errichtet man solche Geisterstädte? Diese Frage sollte uns den Rest des Roadtrips begleiteten…

Vorbei an Plantagen und Wäldern, auf Straße und Schotter leuchete der wirklich beieindruckende Stausee „EMBALSE DE CON TRERAS“ unnatürlich türkis-blau in unmittelbarer Nähe. Niedrigwasser, karge Landschaft und „ganz viel nichts“.

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